Eigenverbrauch: Definition und Bedeutung

Eigenverbrauch beschreibt die Nutzung von selbst erzeugtem Strom, typischerweise aus einer Photovoltaikanlage, direkt am Ort der Erzeugung. Anstatt den gesamten Solarstrom ins öffentliche Netz einzuspeisen, wird ein Teil davon im eigenen Haushalt oder Betrieb verbraucht. Dieses Konzept hat in Deutschland durch sinkende Einspeisevergütungen und steigende Strompreise stark an Bedeutung gewonnen.

Wie funktioniert Eigenverbrauch in der Praxis?

Bei einer Photovoltaikanlage auf dem Dach wird der erzeugte Gleichstrom durch einen Wechselrichter in haushaltsüblichen Wechselstrom umgewandelt. Dieser Strom wird zunächst für den aktuellen Bedarf im Haushalt genutzt - etwa für Kühlschrank, Waschmaschine oder Beleuchtung. Nur der überschüssige Strom, der nicht sofort verbraucht wird, fließt ins öffentliche Netz. Die Menge des selbst genutzten Stroms wird als Eigenverbrauchsquote bezeichnet und ist eine wichtige Kennzahl für die Wirtschaftlichkeit der Anlage.

Typische Werte und Kennzahlen

In deutschen Haushalten liegen typische Eigenverbrauchsquoten bei:

Die Eigenverbrauchsquote hängt stark vom individuellen Verbrauchsverhalten, der Anlagengröße und der Nutzung von Stromspeichern ab. Ein durchschnittlicher 4-Personen-Haushalt in Deutschland verbraucht etwa 4.000 kWh Strom pro Jahr. Eine typische PV-Anlage mit 5 kWp Leistung erzeugt jährlich rund 4.500-5.000 kWh.

Relevanz für Hauseigentümer in Deutschland

Für Hausbesitzer ist Eigenverbrauch besonders attraktiv, da selbst erzeugter Solarstrom deutlich günstiger ist als Strom aus dem Netz. Während Netzstrom aktuell etwa 30-35 Cent pro kWh kostet, liegen die Erzeugungskosten für Solarstrom bei nur 8-12 Cent pro kWh. Durch hohen Eigenverbrauch lassen sich die Stromkosten deutlich senken und die Amortisationszeit der PV-Anlage verkürzen.

Rechtliche Rahmenbedingungen und Förderung

In Deutschland unterliegt der Eigenverbrauch verschiedenen rechtlichen Regelungen:

Förderungen wie die KfW-Programme für Energieeffizienzhäuser oder die BAFA-Förderung für Wärmepumpen können den Eigenverbrauch indirekt unterstützen, indem sie die Kombination verschiedener Technologien attraktiver machen.

Optimierung des Eigenverbrauchs

Hauseigentümer können ihren Eigenverbrauch durch verschiedene Maßnahmen steigern:

Marktentwicklung in Deutschland

Der Eigenverbrauch hat sich in den letzten Jahren zum Haupttreiber des deutschen PV-Markts entwickelt. Während früher die Einspeisevergütung im Vordergrund stand, ist heute die Eigennutzung des Solarstroms wirtschaftlich attraktiver. Diese Entwicklung wird durch steigende Strompreise, sinkende Kosten für PV-Anlagen und Speicher sowie verbesserte Technologien zur Laststeuerung weiter beschleunigt.

Pumpenprofi 24

Eigenverbrauch – Was ist das? Einfach erklärt | Glossar

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Wartungs- und Reparatur-Verzeichnis für Wärmepumpen

Pumpenprofi24 listet Fachbetriebe, die nicht nur neu installieren, sondern auch warten und reparieren – getrennt nach Herstellerschulungen (Daikin, Vaillant, Viessmann, NIBE, Stiebel Eltron, Wolf, Bosch, Panasonic). Jede Werkstatt führt die Schulungsnachweise plus die Liste der Kältemittel-Sachkundigen nach Verordnung (EU) 517/2014 für den Umgang mit fluorierten Treibhausgasen und mit Propan (R290).

Wartungsintervalle und ehrliche Kosten

Empfehlung Hersteller: Sichtprüfung jährlich, Kältekreis-Dichtigkeitsprüfung alle zwei Jahre bei Geräten ab 5 t CO2-Äquivalent, Filterreinigung der Außeneinheit halbjährlich. Reine Sichtprüfung kostet 140 bis 220 € netto, die Dichtigkeitsprüfung zusätzlich 80 bis 120 €. Ein Tausch des Verdichters außerhalb der Garantie kostet 1.800 bis 4.500 € je nach Hersteller; eine vollständige Außeneinheit liegt zwischen 4.000 und 7.500 €.

Notfall vs. Wartung

Das Verzeichnis trennt Betriebe mit 24/7-Notdienst von reinen Wartungsdienstleistern. Im Notfall (Wärmepumpe läuft im Winter nicht an) muss der Servicetechniker innerhalb von 48 Stunden vor Ort sein können – dieses Kriterium wird im Filter abgefragt und nur eingetragen, wenn der Betrieb es schriftlich bestätigt hat.

Garantie und Ersatzteilversorgung

Wir vermerken pro Werkstatt die freigegebenen Hersteller, für die Originalersatzteile binnen 48 Stunden geliefert werden können. Bei Modellen außerhalb des Vertragsbereichs sind 5 bis 10 Werktage realistisch, bei abgekündigten Geräten älter als zehn Jahre teils 4 bis 8 Wochen. Diese Information steht direkt am Eintrag, damit die Wartezeit im Reparaturfall realistisch geplant werden kann. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.